| Haus
Bezeichnung für jedes Tierkreiszeichen, das der Sonne, dem Mond
und den fünf Planeten zugeordnet ist. Sonne und Mond besitzen nur
ein Haus (Sonne = Taghaus und Mond = Nachthaus).
Die fünf Planeten haben sowohl ein Tag als auch Nachthaus. In
dem Haus kann der Planet seine Macht voll entfalten. Heute gebraucht
man dafür „Feld“ oder „Ort“.
Heiligenschein
Ein strahlenförmiger Lichtkranz, der das Haupt oder den ganzen
Körper eines Menschen umgibt. Der Heiligenschein ist in allen Kulturen
bei der Abbildung von Göttern, Priestern und Herrschern belegt,
in der christlichen Kunst seit dem 4. Jahrhundert.
Mit dem Heiligenschein werden Christus, Maria, die Engel, Evangelisten
und seit dem 7. Jahrhundert auch alle Heiligen abgebildet.
Der Heiligenschein kann als ein früher Hinweis auf die Existenz
einer Aura verstanden werden. Eine ähnliche Erscheinung findet
sich bei den Leuchtkäfern, deren Leuchten durch die Reaktion von
Sauerstoff, Luciferase und Adenosintriphosphat (ATT) erklärt wird.
Hellsehen
Paranormale Wahrnehmung („inneres Sehen von räumlich entfernten
und unsichtbaren Gegenständen (räumliches Hellsehen), aber
auch Sachverhalten (zeitliches Hell-
sehen), die dem normalen Gesichtssinn entzogen sind.
In der Praxis werden beim Hellsehen okkulte Gegenstände wie Kristallkugeln
verwendet, oder man benutzt einen Gegenstand einer verschollenen Person,
die man aufspüren möchte. In diesem Fall spricht man von Psychometrie.
Der bekannteste Hellseher in der jüngsten Zeit war Croisset.
Hemisphären-Synchronisation
Der Amerikaner Robert Monroe entdeckte, dass das Gehirn Tonfrequenzen,
die es hört, zu imitieren versucht (Frequence following response).
Die Schallwellen im Gehirnwellenbereich haben viel zu niedrige Frequenzen,
um wahrgenommen zu werden, aber sie können durch einen von Monroe
entdeckten Trick hörbar gemacht werden. Wenn nämlich den beiden
Ohren zwei verschieden hörbare Frequenzen vorgespielt werden, so
nimmt das Gehirn die Differenz dieser verschiedenen Frequenzen wahr
und schwingt sich auf diese ein. Wurde z. B. dem linken Ohr eine Frequenz
von 400 Hz vorgegeben und dem rechten eine von 410 Hz, so schwingt sich
das Gehirn auf die Differenz von 10 Hz ein, was dem Alpha-Zustand entspricht.
Hermes
Trismegistos, Hermes der dreimal Grösste
Der griechische Gott Hermes (ursprünglich Gott der Wege, der Händler)
verschmolz mit dem ägyptischen Gott Thoth (Tehuti, Theut oder Tat),
dem Lehrer der Isis, dem Erfinder der Schrift, der Musik und Astrologie,
Gott der Zauberei und Verfasser der heiligen Bücher.
Hermes Trismegistos, ein Weiser und Gesetzgeber, gilt auch als der
Urheber der hermetischen Literatur. Diese Bücher, die in den Tempeln
von den Priestern aufbewahrt wurden, enthielten die geheimgehaltenen
Kenntnisse der ägyptischen Naturphilosophie, Heilkunde, Alchemie,
aber auch Zauberformeln und Beschreibungen von magischen Praktiken.
Der Legende nach soll diese Literatur auf den ägyptischen König
Cheops (2650 v. Chr.) zurückgehen. Historisch fassbar werden diese
verlorengegangenen „hermetischen“ Schriften erst bei dem
Gnostiker Zosimos (4. Jahrhundert nach Christus), der die Originale
offensichtlich noch kannte.
Auf Hermes Trismegistos wird auch der Corpus hermeticum, eine Sammlung
philosophischer, magischer und astrologischer Schriften aus den ersten
nachchristlichen Jahrhunderten, zurückgeführt, ebenso wie
die Tabula Smaragdina, die nicht nur von den Alchemisten als Zusammenfassung
ihres Wissens, sondern von den Esoterikern als Grundtext der abendlichen
Geheimwissenschaft geschätzt wurde.
Hildegard
von Bingen
Benediktinerin, Äbtissin, Visionärin, Ärztin, Naturforscherin
und Beraterin der bedeutendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit.
Ihre erste Vision, in der sie den Sinn der Bibel plötzlich erfasste
und überdies den Auftrag erhielt, niederzuschreiben, was sie sah
und hörte, erlebte sie 1141 26 Visionen, unterstützt von Papst
Eugen III. (1145-1179), und fasste sie in dem Buch Scivias („Wisse
den Weg“) zusammen.
Indem sie Theologie, Kosmologie und Anthropologie miteinander verbindet,
beschreibt sie in Bildern und Symbolen, wie Gott, Welt und Mensch ineinander
verflochten sind.
In der modernen Esoterik sind ihre Naturkunde (Physica) und Heilkunde
(Causae et Curae) wichtig.
Die Physica, die ein aus der Volkstradition hervorgegangenes Arzneibuch
ist, gliedert sich in neun Bücher mit über 513 Einzelbeschreibungen.
Die Arzneikunde beruht auf dem Prinzip, dass Gott allen Dingen - Pflanzen,
Früchten, Tieren - einen Menschenzweck hineingegeben hat (Subtilitätslehre).
Das Steinbuch zum Beispiel enthält eine Erklärung der Herkunft
der Edelsteine und ihrer medizinischen Wirksamkeit.
Am Gewand des ersten geschaffenen Engels erstrahlten einst alle Edelsteine.
Nachdem Lucifer sich gegen Gott empörte, wurde zwar zunächst
mit seiner Verstossung auch der Glanz der Edelsteine vernichtet, aber
sie sollten weiterhin auf der Erde Gottes Pracht verkünden und
als Heilmittel benutzt werden. Die Wirkung der Steine könne durch
Besprechen und magische Operationen verstärkt werden.
Causae et Curae hat folgenden Inhalt: die Schöpfung, Bau des Kosmos,
Welt-Elemente, Bildung des Menschen, gesunder und kranker Körper,
der Mensch zwischen Schlafen und Wachen, die Krankheiten von Kopf bis
Fuss, das geschlechtliche Verhalten, die Zustände und Umstände
der Frau, Ernährung und Verdauung, die Gemütsbewegung, die
Stoffwechselstörung und die Heilmittel.
Himmel
Die Verehrung des Himmels als einer Gottheit und die Vorstellung, dass
sich dort ein Gott, Götter, Geister etc. aufhalten, findet sich
sowohl im Glauben der Naturvölker als auch in den Religionen der
Hochkulturen.
Himmel und Erde gelten als ein Urpaar, wobei der Himmel als männlich
und die Erde als weiblich gedacht wird. Im Christentum und im Islam
verknüpft man damit die Vorstellung des Paradieses, wohin der Gläubige
nach dem Tod erhoben wird.
Im Schamanismus findet sich die Vorstellung der Himmelfahrt oder Seelenreise,
welche das zweite Ich oder die Seele der Priester im Zustand der Ekstase
unternimmt, um sich mit dem Göttlichen zu vereinigen. Hierzu gehört
auch die Himmelfahrt des Jesaia, einem Propheten des Alten Testamentes.
Der Himmel ist im Glauben vieler Religionen mit der Erde durch eine
Himmelsleiter verbunden. Im AT (Mos. 1, 28,12) sieht Jakob die Engel
auf einer solchen Leiter auf und nieder steigen.
Hölle
Name der Totengöttin der Germanen.
Ursprünglich ein Schattenreich (hebr.: scheol, griech.: hades),
wo die Toten ein freudloses Leben als Schatten führten.
Im Christentum wurde die Hölle dann zum Aufenthaltsort verstorbener
Sünder und zum Symbol der Qual. Ähnliche Vorstellungen finden
sich auch in anderen Religionen (z. B. Buddhismus, Islam).
Holismus,
ganzheitliches Denken
Grundlegender Sammelbegriff der modernen Esoterik, der das kartesianische
Weltbild ablöst.
Seit drei Jahrhunderten betrachtete die Wissenschaft das Teilen und
Zergliedern als das oberste Ziel.
Dagegen ist für den Holismus die Welt ein dynamisches Gewebe von
Beziehungen, in dem kein Teil fundamentaler als der andere Teil ist.
Das ganze Sein besteht aus einem Netzwerk von Beziehungen und Abhängigkeiten.
Die enge Verflechtung des Menschen mit dem übrigen Sein liegt
schon der Mikrokosmos-Makrokosmos-Lehre zugrunde, die schon in einem
der Grundtexte der abendländischen Esoterik, der Tabula Smaragdina
(Hermetik) vorformuliert ist: Was unten ist, ist wie das Obere, und
das Obere ist gleich dem Unteren, auf dass sie vereinigt ein Ding hervorbringen
mögen, das voller Wunder steckt.
Hologramm,
Bild vom Ganzen
Die Entdeckung der Laserstrahlen führte 1965 zu einer neuen Form
der Fotografie (Holographie).
Diese dreidimensionalen Laserbilder vermitteln den Eindruck, dass die
abgebildeten Gegenstände im „Raum“ stehen. Wenn man
einen Teil davon herausschneidet, um ihn zu vergrössern, sieht
man nur wieder den ganzen Gegenstand. Lediglich die Unschärfe (engl.:
blurr) wächst.
Diese Hologramme machen deutlich, dass das Ganze und die Teile eng
miteinander verbunden sind. Nach seiner Entdeckung wurde das Hologramm
in der Biologie, Neurologie, Kybernetik und Kernphysik als Modell benutzt.
1969 erkannte der amerikanische Neurologe Karl Pribram, dass das Hologramm
ein Modell ist, um die Gehirnfunktionen zu erklären. Wenn man nämlich
diejenigen Teile des Gehirns bis auf einen geringen Rest entfernt, welche
die Gedächtnisfunktion enthalten, so findet man in den verbliebenen
Gehirnzellen die gesamte Erinnerung.
Jede Gehirnzelle enthält zwar das Gedächtnis, aber der blurr
nimmt in diesem Fall zu.
Nach David Bohm ist das physikalische Universum ein gigantisches Hologramm,
bei dem jeder Teil im Ganzen und das Ganze in jedem seiner Teile enthalten
ist.
Hieraus entwickelte sich ein holographisches Weltbild, das davon ausgeht,
dass das Gehirn das holographische Universum wahrnimmt und gleichzeitig
als Hologramm an ihm teilnimmt.
Im sichtbaren Raum sind zwar alle Dinge nach Raum und Zeit getrennt,
aber unter der Oberfläche sind sie eins und ungeteilt.
Holographische
Heilmethoden
Sie beruhen auf der Erkenntnis, dass ein Teil des Organismus den ganzen
Organismus widerspiegelt. Folglich können Krankheiten in einem
Teilsystem des Körpers nicht nur erkannt, sondern auch behandelt
werden.
Holographische Diagnose- und Behandlungssysteme setzen an der Ohrmuschel
(Auriculotherapie), der Nasenschleimhaut (nasale Reflextherapie), der
Zunge (Zungendiagnostik), der Regenbogenhaut (Irisdiagnostik), Händen
und Füssen (Fusszonentherapie) und der Schädelhaut (Akupunktur)
an.
Homöopathie
ist ein von Samuel Hahnemann (1755-1843) aufgestelltes Heilverfahren,
welches auf dem Grundsatz "Similia similibus curantur" (Ähnliches
wird mit Ähnlichem geheilt) beruht. In der Homöopathie werden
Krankheiten mit solchen Mitteln in niedriger Dosierung behandelt, die
in höherer Dosierung bei gesunden Menschen ähnliche Krankheitserscheinungen
hervorrufen. Die homöopathischen Medikamente werden in Verdünnungen
(sogenannten Potenzen) verabreicht, wobei die Homöopathie davon
ausgeht, dass sich die Wirkung eines Medikamentes durch fortschreitende
Verdünnung (Potenzierung) ergibt.
Ganzheitliche Medizin
Die Homöopathie ist eine ganzheitlich orientierte Therapie. Der
Homöopath versucht also den Menschen als Ganzes und nicht nur seine
Krankheitssymptome zu berücksichtigen. Die Wahl eines homöopathischen
Mittels erfolgt daher niemals automatisch aufgrund eines Symptoms, sondern
das Mittel muss auf jeden Patienten persönlich abgestimmt sein.
Erstverschlimmerung
Nach der Gabe homöopathischer Mittel kann zunächst hin und
wieder eine Verstärkung der Beschwerden festgestellt werden. Hierbei
handelt es sich um die sogenannte Erstverschlimmerung, die darauf zurückzuführen
ist, dass das Arzneimittel die Symptome selbst erzeugt. Diese Verschlimmerung
ist aber nur von kurzer Dauer und wird therapeutisch als günstig
angesehen.
Beispiele zu bekannten Homöopathika
• Apis – Honigbiene
• Belladonna – Tollkirsche
• Coffea – Kaffee
• Gelsemium – gelber Jasmin
• Pulsatilla – Küchenschelle
• Sulfur – Schwefel
• Thuja – Lebensbaum
Eine Krankheit, die nach Hahnemann ein Abirren vom gesunden Zustand
ist, weist in der Regel so viele Erscheinungsformen auf, dass auch die
Heilmittel unendlich gross sind. Deshalb wird der Arzneischatz (materia
medica) ständig durch neue Substanzen erweitert.
Eine weitere Entdeckung Hahnemanns ist die Erkenntnis, dass die Kraft
eines Heilmittels nicht in dem Material, sondern in dem Muster liegt.
Seine Wirkung (Potenz) ist umgekehrt proportional zu der Menge der
Materials.
Die Homöopathie kennt daher so grosse Verdünnungen, bei denen
kein einziges Molekül der ursprünglichen Substanz mehr in
der Flüssigkeit enthalten ist.
Der Schulmedizin wirft die Homöopathie vor, dass sie durch die
Behandlung von Krankheitserscheinungen mit Hilfe von gegensätzlichen
Heilmitteln den erkrankten Körper noch mehr schädige, weil
diese Mittel meistens aus einer Anzahl von chemischen Substanzen bestehen
und die Last des kranken Organismus noch vergrösserten, weil sie
in keiner Beziehung zu dem behandelten Krankheitsbild stünden.
Horoskop
Der Begriff 'Horoskop' setzt sich aus den griechischen Ausdrücken
'hora' (= die Stunde) und 'skopein' (= schauen) ab. Er bezeichnet den
östlichen Tierkreiskreisgrad, der häufig auch Aszendent genannt
wird (abgeleitet vom lateinischen 'ascendere' = aufsteigen). Das Horoskop
stellt die Konstellation der Gestirne zum Zeitpunkt (und Ort) der Geburt
eines Menschen dar und setzt sie in Relation zu aktuellen oder zukünftigen
Sternenzusammenhängen. So entsteht eine Art Himmelskarte, die die
Arbeitsgrundlage des Astrologen darstellt. Schon diese grundlegenden
Zusammenhänge machen deutlich, daß die Erstellung eines Horoskops
eine sehr individuelle Analyse erfordert.
Allgemeine Horoskope für die einzelnen Sternzeichen, wie sie in
vielen Zeitschriften zu finden sind, tragen diesem Anspruch nicht Rechnung
und sollten nicht ernsthaft als Quelle für Prognosen hinsichtlich
des eigenen Lebensverlaufs herangezogen werden. Wer Horoskope als Erkenntnisquelle
nutzen möchte, sollte sich intensiv mit dieser Materie auseinandersetzen.
Horoskop
1. Zeitmessgerät
2. Sterndeutung
3. Aszendenten
4. das 1. Haus.
Wenn der Aszendent gefunden wurde, so wird seine Beschaffenheit danach
beurteilt, in welchem Tierkreiszeichen er liegt. Neben den Tierkreiszeichen
spielen im Horoskop die zwölf Häuser eine wichtige Rolle.
Man unterscheidet 1. die irdischen oder mundanen Häuser, die mit
dem Widder als 1. Haus beginnen und dem Fisch als dem 12. Haus enden,
und 2. die individuellen Häuser, die man vom Aszendenten und der
Himmelsmitte aus berechnen kann.
Hypnose,
Schlaf
Der Begriff wurde von dem englischen Arzt und Chemiker James Braid
(1795-1860) geprägt, der im Jahre 1841 Zeuge der Experimente des
französischen Magnetiseurs Lafontaine war.
Durch eigene Experimente kam Braid bald darauf, dass Versuchspersonen
in einen hypnotischen Schlaf versetzt werden, wenn man sie auf eine
Glaskugel starren lässt.
Die Hypnose ist somit ein durch Fixieren hervorgerufener schlafähnlicher
Bewusstseinszustand, in welchem der bewusste Wille und die Wahrnehmung
des Betreffenden durch den Hypnotiseur ausgeschaltet bzw. eingeengt
und kontrolliert werden können.
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